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Der Schweizer Aussenhandel hat 2018 weiter zugelegt: Die Ein- und Ausfuhren waren mit 201,8 bzw. 233,2 Milliarden Franken um 8,6 % bzw. 5,7 % höher als 2017. Die Handelsbilanz schloss 2018 mit einem Exportüberschuss von 31,4 Milliarden Franken ab, das entspricht gut drei Milliarden Franken weniger als 2017.
 

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Der Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen hat sich 2018 blieb auch im Berichtsjahr insgesamt dynamisch. Die Importe stiegen im Vergleich zu 2017 wertmässig um 0,4 auf 12,8 Milliarden Franken und die Exporte um 0,3 auf 9,4 Milliarden Franken. Die Handelsbilanz bei den Landwirtschaftsprodukten schloss 2018 mit einem Importüberschuss von 3,4 Milliarden Franken, das sind 0,1 Milliarden Franken mehr als 2017.

Im Berichtsjahr stammten 75 % der Landwirtschaftsimporte aus der EU. 58,5 % der Exporte wurden in den EU-Raum getätigt. Im Vergleich zu 2017 stiegen die Importe aus der EU um 0,5 auf 9,6 Milliarden Franken und die Exporte in den EU-Raum um 0,3 auf 5,5 Milliarden Franken. Die Handelsbilanz mit der EU bei den Landwirtschaftsprodukten schloss 2018 mit einem rekordverdächtigen Importüberschuss von 4,1 Milliarden Franken ab.
 

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Landwirtschaftsprodukte hat die Schweiz im Berichtsjahr wertmässig am meisten aus Deutschland eingeführt, gefolgt von Italien und Frankreich. Etwa 60 % der Importe aus der EU stammten aus diesen drei Ländern. Rund 56 % der Exporte in die EU gingen 2018 in die drei Länder Deutschland, Frankreich und Italien.

Die Handelsbilanz mit den umliegenden EU-Ländern sowie mit Spanien und den Niederlanden wies im Berichtsjahr Importüberschüsse aus. Die schlechteste Bilanz zeigte die Schweiz mit Italien. Etwas ausgeglichener sieht die Bilanz mit Frankreich aus. Einen Importüberschuss von 67 Millionen Franken wies die Schweiz 2018 im Verkehr mit den übrigen EU-Ländern aus.
 

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Im Berichtsjahr wurden vor allem Getränke, tierische Produkte (inkl. Fische), Genussmittel (Kaffee, Tee, Gewürze) sowie Nahrungsmittelzubereitungen eingeführt. Die wertmässigen Getränkeeinfuhren setzten sich vor allem aus rund 60 % Wein, 20 % Mineralwasser und etwa 15 % Spirituosen zusammen. Von den Gesamteinfuhren unter dem Titel «Tierische Produkte, Fische» waren rund 40 % dem Sektor Fleisch, gut 30 % dem Sektor Fisch und der Rest dem Sektor zubereitetes Fleisch und Fleischkonserven zuzuordnen.

2018 wurden wie in den Vorjahren vor allem Genussmittel exportiert, gefolgt von Getränken und Nahrungsmittelzubereitungen. Milchprodukte wurden im Wert von 708 Millionen Franken ausgeführt. Unter den Genussmitteln waren es vorwiegend Kaffee mit 2299 Millionen Franken (2017: 2 216 Mio. Fr.) sowie Schokolade und kakaohaltige Nahrungsmittel mit 844 Millionen Franken (2017: 839 Mio. Fr.). Hauptanteile bei den Nahrungsmittelausfuhren bildeten die Lebensmittelzubereitungen, Kaffee-Extrakte, Suppen und Saucen.

Die Handelsbilanz nach Produktekategorien wies im Berichtsjahr vor allem bei tierischen Produkten inkl. Fische (-1728 Mio. Fr.) und Früchten (-1313 Mio. Fr.) Importüberschüsse aus. Exportüberschüsse wurden 2018 bei Genussmitteln (+1738 Mio. Fr.), Tabak und Diverses (+389 Mio. Fr.) sowie Milchprodukten (+72 Mio. Fr.) erzielt.

Weitere Informationen zum Schweizer Agrarhandel finden Sie unter der Rubrik Agrarstatistiken einiger Handelspartner sowie unter dem vorliegenden Punkt «Markt» für spezifische Produkte.

Alessandro Rossi, BLW, Fachbereich Kommunikation und Sprachdienste, alessandro.rossi@blw.admin.ch

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